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11. März 2016 5 11 /03 /März /2016 15:52

„Er hat es wieder getan. Wieder die Zinsen gesenkt. Wieder mehr Schulden aufgekauft, sodass er nun Geld unters Volk bläst wie nie zuvor. Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), trotzt allen Kritikern. Er gestaltet seine Politik noch expansiver, als es die Börsianer erwartet hatten. Doch Mario Draghi hat sich verrannt. Er verbilligt das Geld, ohne Wachstum zu erzeugen. Stattdessen enteignet er faktisch die Sparer und beraubt sich der Waffen gegen eine echte Krise, wie sie bald über die Welt kommen könnte.“ So kommentiert die Süddeutsche Zeitung die neuerliche Geldschwemme der EZB. Hochverschuldete Staaten (u.a. Draghis Heimatland Italien) können sich freuen. Die Zinslast wird nach unten gedrückt. Aber auch hochverschuldete Kommunen haben etwas davon. Mit ca. 30 Milliarden EUR allein an Kassenkrediten (das sind diejenigen Kredite, die eigentlich nur zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe aufgenommen werden dürfen) stehen sie bei den Banken im Obligo. Sorgen um steigende Zinsen müssen sich die Kämmerer jetzt erst mal nicht machen.

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Published by Dr. Hanspeter Knirsch
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